Gesundheitskosten

Jeder in der Schweiz wohnhafte Bürger ist seit 1996 durch das Krankenversicherungsgesetz obligatorisch für die Behandlungskosten bei Krankheit versichert. Diese einkommensunabhänige Kopfprämie ist seit dann durchschnittlich um jährlich 4,6% gestiegen und somit überproportional zum Wirtschaftswachstum und der allgemeinen Lohnentwicklung. Durch die stetige Erweiterung des Grundleistungskataloges, uneffektive Behandlungsmethoden, Überalterung und Moral-Hazard steigen die Kosten unaufhörlich und erreichen mittlerweile über 12% des BIP. Politische Hürden verhindern bei chronisch Kranken die Vergütung von im Ausland bezogenen Medikamenten. Es fehlen allgemein Anreize, Kosten einzusparen. Wir von der Jungfreisinnigen Schwyz fordern deshalb weitreichende Reformen im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Prävention. Wir fordern faire Preise für Medikamente und eine Gleichbehandlung der Schweiz im Vergleich zu viel tieferen Medikamentenpreisen im Europäischen Ausland. Die aufgeblähte Versicherungslandschaft muss bei gleich hoher Qualität schlanker und effizienter werden, der Vertragszwang aufgehoben und die Selbstbehalte müssen erhöht werden. Nur so können die Kosten und mit ihnen die jährlich über 4 Milliarden ausbezahlter Prämienverbilligungen reduziert werden.