Beitrag FORUM im Bote der Urschweiz, 20. Mai 2019

Kühler Kopf bei überhitzter Klimadebatte

Die Medien werden heutzutage von Klimaradikalen regelrecht strapaziert. Dieser Beitrag soll ein kleines Gegengewicht repräsentieren. Personen, die eine unpopuläre Auffassung bezüglichder Massnahmen gegen den Klimawandel vertreten, werden in der Öffentlichkeit als «Klimawandelleugner»diskreditiert. Dies stimmt überhaupt nicht.Wohl niemand kann die harten Fakten der Erderwärmung von der Hand weisen. Nichtsdestotrotz gibt es zu einer Herausforderung mehrere Lösungen.Viele Wege führen nach Rom,doch nur einer ist der idealste. Die geeignetste Bewältigung des Klimaproblems stellt nicht etwa staatliche Bevormundung des Bürgers dar, sondern vielmehr appelliert der Ansatz an die Eigenverantwortung von Ihnen,von mir,von uns allen. Sie denken nun, dass sich niemand daran halten werde.Dies widerspricht jedoch unserer Vernunft: Wenn die Situation so prekärist,wie dies alle behaupten,dann werden wir aus gesundem Menschenverstand auf Dinge verzichten oder Kompensationsmassnahmen ergreifen.Wer würde schon ein Fahrzeug beschleunigen, wenn man auf einen Abgrund zufahren würde?

Der Kapitalismus wird jeweils als Verursacher der ganzen Klimamisere bezichtigt. Dies stimmt durchaus, da bisher jeder nur den geringsten Preis für die grösstmögliche Menge bieten wollte. Bestärkt durch die Nationalbank, die mit ihrer Tiefzinspolitik den Konsum ankurbelt,wurden die natürlichen Ressourcen geschröpft. Nun verhält es sich aber so, dass die freie Marktwirtschaft auch als Erlöserin dienen kann. Der Kapitalismus ist die Wirtschaftsform,welche am stärksten auf die Nachfrage ausgerichtet ist.Die Nachfrage stellt für die Wirtschaft sozusagenden Motor dar.Doch was heisst das für die Klimadebatte? Ganz einfach, dass die Konsumenten einer Volkswirtschaft die mächtigsten Marktteilnehmer sind. Denn sie entscheiden,was produziert werden soll.

Nun möchte ich auf die externen Effekte zu sprechen kommen. Einfach erklärt sind externe Effekte unkompensierte Auswirkungen, sprichEmissionen, die vom Verursacher nicht entschädigt werden.Die ganze Klimathematik, namentlich das CO2, ist wohl eines der berühmtesten Beispiele dafür. Hierzu möchte ich eine kleine Analogie ziehen: Raucher verursachen externe Effekte,die ungenügend gedeckt sind. Zum einen machen sie jeden in ihrem Umfeld zum Passivraucher,zum anderen muss die Allgemeinheit für sie zahlen,für den Fall, dass sie erkranken. Nun frage ich Sie: Darf der Staat diesen Rauchern ihre Passion verbieten? Wenn Sie mit Nein antworten, dann würden Sie folglich auch auf staatliche Verbote in der Klimathematik verzichten. Würden Sie dies jedoch bejahen, dann gäben Sie zu,dass Sie eine Beschneidung der Persönlichkeitsrechte von freien Bürgern durch den Staat in Kauf nehmen. Nun haben Sie viel gelesen, was wir unter keinen Umständen in staatliche Hände geben sollten. Ich bin ja kein Schwarzmaler,deshalb möchte ich Ihnen nun zeigen,was ich als sinnvoll erachte:

1. Politiker müssten gleich lange Spiesse im Verkehr schaffen. Internationale Flüge sind von der Mehrwertsteuer befreit,hingegen müssen ÖV- Unternehmen ihre MWST-Anteile zahlen. So sollte meines Erachtens bei einem Billettkauf keine MWST fällig werden.
2.Wenn Sie bei sich zu Hause eine Solaranlage oder Wärmepumpe installieren, ist das relativ kostspielig. Mit einer angemessenen Steuerreduktion kann der Bund Sie finanziell entlasten.

Sie sehen, es gibt Alternativen. Leider werden diese Lösungsvorschläge kaum von einer Partei vertreten, weil sie damit zu wenige Stimmen holt. Es fehlt für die grossen Akteure in der Politik einfach das populistische Element in diesen Vorschlägen. Abschliessend ein passender Slogan zu meinen Ausführungen: weniger Staat–mehr Freiheit,auchinKlimaangelegenheiten.

Chris Diethelm
Der Autor ist Gymnasiast am Kollegi Schwyz und in Brunnen aufgewachsen. Er ist Präsident der Partei Jungfreisinnige Schwyz.