Die Parolenfassung für die Abstimmungen vom 29. November 2020 musste bei den Jungfreisinnigen digital gefasst werden. Highlight war die kontradiktorische Debatte von zwei Kantonsräten der SVP und GLP.

Die Jungfreisinnigen Kanton Schwyz haben sich vergangene Woche online zur Parteiversammlung getroffen. Bei den beiden nationalen Vorlagen herrscht Einstimmigkeit. Die Unternehmens-Verantwortungs-Initiative UVI stelle unser Rechtssystem auf den Kopf und schiesse aufgrund des Schweizer Alleingangs weit am Ziel vorbei, befinden die Mitglieder.

Wie auch bei der UVI ist das Anliegen der Initianten, welche sich für ein «Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten» einsetzen ein globales. Mittels Verboten soll die Schweizerische Nationalbank, Stiftungen sowie Einrichtungen der staatlichen und beruflichen Vorsorge (AHV und Pensionskassen) die Finanzierung von Unternehmen untersagt werden, die mehr als fünf Prozent ihres Umsatzes mit der Herstellung von Kriegsmaterial erwirtschaften. Da die Initiative auf Instrumente setzt, die weder international abgestimmt noch zielführend seien wird auch hier klar, die Nein Parole beschlossen.

Für die kantonale Vorlage «Geld zurück in den Kanton Schwyz» konnten zwei Referenten gewonnen werden, welche jeweils ihre Argumente darlegten. Samuel Lütolf (SVP) betonte, dass die Unterstützungsgelder in den letzten Jahren teilweise nicht einmal komplett gebraucht wurden und dieser Topf nun noch vergrössert werden soll. Schlussendlich vermochte sich Michael Fedier von der GLP durchzusetzen und überzeugte die Jungfreisinnigen mit dem «Cashback-Gegenvorschlag»